Tätowieren ist gefragt wie eh und je, und das wird sich nicht ändern - wenn du das Handwerk drauf hast, steht der Geschäftsteil überraschend schnell. Hier ist, was du vor deinem ersten Kunden klären musst und worauf du bei den Steuern achten solltest.
Einzelunternehmen oder Gesellschaft?
Die meisten Tätowierer starten als Einzelunternehmer: die Registrierung ist schnell, der Verwaltungsaufwand gering und allein gut zu stemmen. Wenn du ein gemeinsames Studio mit Partnern eröffnest oder größere Investitionen planst, zieh stattdessen eine GmbH - sie ändert sowohl deinen Steuerrahmen als auch deine persönliche Haftung.
Die Checkliste vor dem ersten Tag
- Gewerbeanmeldung bei der zuständigen Behörde (in Ungarn: zentrale E-Registrierung für Einzelunternehmer)
- Steuernummer - du brauchst ihn auch für die Rechnungsstellung
- Behördenmeldung: das Tätowieren muss der zuständigen lokalen Gesundheitsbehörde gemeldet werden, die auch deine Hygienestandards prüft
- Rechnungsstellung: wähle ein Online-Rechnungstool und registriere dich wo nötig für die E-Rechnung
- Versicherung: Haftpflichtversicherung für deine Tätigkeit - bei Stuhl- oder Raummiete oft Pflicht
- Gemieteter Stuhl oder eigenes Studio - diese Entscheidung bestimmt den Großteil deiner Kostenstruktur
Steuern kurz gesagt
Die entscheidenden Fragen sind der Umsatzsteuer-Status (Kleinunternehmerbefreiung vs. Umsatzsteuer-Registrierung) und wie dein Gewinn besteuert wird (Einkommensteuer, Pauschalbesteuerung oder Körperschaftsteuer bei einer Gesellschaft). Die richtige Antwort hängt von Umsatz und Kosten ab, und die Schwellen ändern sich - prüfe die aktuellen Regeln immer mit dem Finanzamt oder einem Steuerberater. Ein guter Steuerberater zahlt sich in den ersten Monaten mehrfach aus.
Was du am ersten Tag parat haben solltest
- Eine fertige Preis- und Leistungsliste
- Eine Vorlage für die Einverständniserklärung, gedruckt oder auf dem Tablet
- Ein Nachsorgezettel, den du jedem Kunden mitgibst
- Ein funktionierendes Buchungssystem - siehe unten
Starte mit Online-Buchung
Deine ersten Kunden kommen meist über Instagram - aber in Direktnachrichten zu ertrinken ist kein Geschäftsplan. Ein Online-Buchungssystem wie Appointio schafft ab dem ersten Tag Ordnung: Kunden buchen über den Link in deiner Bio, du siehst deinen Kalender, Erinnerungen gehen automatisch raus. Die Verwaltung frisst nicht mehr die Stunden, in denen du tätowieren könntest.